Burnout entwickelt sich meist schleichend, oft lange Zeit unbemerkt, der Verlauf kann sich über viele Jahre erstrecken. Ich habe den Prozess hier in 3 Stadien eingeteilt, mit typischen Merkmalen und ersten Tipps zum Gegensteuern!

ANFANGSSTADIUM:

  • Überhöhtes Engagement für bestimmte Ziele oder Lebensbereiche (Beruf, Körper, Familie…)
  • Keine Zeit für Pausen, Mittagspause
  • Eigene Bedürfnisse werden nicht beachtet oder nicht mehr wahrgenommen
  • Braucht keine Erholung, fühlt sich angetrieben
  • Menschen, Hobbies, Interessen die früher wichtig waren, werden zurückgestellt
  • Beruhigung durch vermehrtes Rauchen, Alkohol, ungesundem/zu viel Essen

Tipp: Achten Sie darauf, dass diese Phase nicht zu lange anhält! Phasen der höheren Belastung im Beruf oder in der Familie gehören zum Leben, ebenso wie Krisen oder Niederlagen. Wichtig ist aber, gerade dann auf einen guten Ausgleich und Erholung zu achten. Im Coaching lernen Sie, Ihre Bedürfnisse wieder wahrzunehmen und darauf einzugehen. Nein zu sagen, Entlastungsmöglichkeiten zu schaffen, den beruflichen/privaten Anforderungen besser zu begegnen und ein gesundes Gleichgewicht aller Lebensbereiche zu finden und auf Entspannungszeiten zu achten, um wieder aufzutanken!

 

MITTLERES STADIUM:

  • Energiemangel, Müdigkeit, Niedergeschlagenheit
  • Konzentrationsstörungen
  • Leistungseinbußen
  • Körperliche Beschwerden: Rückenschmerzen, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Magen-Darm-Beschwerden, Schwindelgefühle, etc.
  • Soziale Kontakte werden vermieden, als zu anstrengend erlebt
  • Frustrationsgefühle, wo vorher Engagement war
  • Schlafstörungen
  • Gedankenkreisen

Tipp: Wenn mehrere dieser Symptome hinzukommen und auf Sie zutreffen, ist Handlungsbedarf gegeben und eine Kurskorrektur dringend notwendig. Halten Sie inne, sprechen Sie über Ihre Befindlichkeit und nehmen Sie professionelle Hilfe in Anspruch. In einem Coaching haben Sie Gelegenheit zu reflektieren, was Sie ins Burnout geführt hat. Welche äußeren und inneren Umstände dabei eine Rolle spielen, welche Muster oder inneren Antreiber es Ihnen schwer machen aus dem Kreislauf auszusteigen. Sie finden zu neuer Klarheit, was Ihnen wichtig ist und wie Sie Schritt für Schritt Ihr Leben auf eine gute Weise verändern! Ergreifen Sie jetzt unbedingt die Initiative, werden Sie aktiv und handeln Sie! Die Umstände werden sich von selbst nicht bessern!

FORTGESCHRITTENES STADIUM:

  • Völlige Erschöpfung, Betroffener will nur „seine Ruhe haben“
  • Ängste, Panikattacken
  • Endgültiger Rückzug
  • Betroffener erlebt sich als „fremd“, „ferngesteuert“
  • Hoffnungslosigkeit, Depression
  • Völliger Zusammenbruch, Selbstmordgefahr

Tipp: In diesem Stadium ist ein Coaching nicht mehr ausreichend! Nehmen Sie ärztliche, psychotherapeutische Hilfe in Anspruch. Auch ein Klinikaufenthalt kann hier eine gute Möglichkeit sein, sich auf sich selbst zu besinnen, umfassende Therapien und Behandlungen zu erhalten, um wieder gesund zu werden und das eigene Leben  sinnvoll und erfüllend zu gestalten.